Waldecker Lied

Das Waldecker Lied

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Hinter dem Bild und dem Notenblatt sind Versionen des Waldecker Liedes versteckt.

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Das große Staatswappen des Fürstentums führt einen zweimal gespaltenen und zweimal geteilten Schild mit aufgelegten Herzschildchen, welches das alte Wappen des Fürstentums Waldeck zeigt. Im ersten und neunten Feld erscheint das Wappen der Grafschaft Rappoltstein (auf die die Waldecker Fürsten seit 1793 einen nur vage begründeten Anspruch erhoben), im dritten und siebten Feld des Wappen der Herrschaft Hohenach / Hohenack (beide im Elsass), im vierten Feld das Wappen der Herrschaft Tonna in Thüringen (die ab 1815 zu Waldeck gehörte) und im sechsten Feld das Wappen der Herrschaft Geroldseck. Auf den Schild ruhen fünf Spangenhelme: Herrschaft Hohenach; Rappoltstein; Waldeck und Pyrmont; Tonna; Geroldseck. Als Schildträger dienen zwei goldene Löwen, die auf einen Ornament stehen, um das ein schwarzes Band mit der Devise " PALMA SUB PONDERE CRESCIT " (Die Palme wächst unter der Last) geschlungen ist.

Daten: Flagge: Schwarz - Rot - Gold; Hauptstadt: 1655-1918 Arolsen; Residenz: 1180-1655 Schloss Waldeck, 1655-1918 Schloss Arolsen; Staatsform: Grafschaft, ab Januar 1712 Fürstentum, ab 1918 Freistaat; Einwohnerzahl: 56.224 (1871), 55.816 (1925); Gründung: 1180 Grafschaft Waldeck, 1625 Grafschaft Waldeck und Pyrmont, 1712 Fürstentum Waldeck-Pyrmont; Nationallied: Waldecker Lied.

Geschichte: Ahnherren der Grafen von Waldeck und Fürsten von Waldeck und Pyrmont waren die Grafen von Schwalenberg väterlicherseits (mit Widekind I. als Stammvater), sowie die Herren von Itter auf mütterlicher Seite. Erstmal bezeugt ist die Burg Waldeck über der Eder im Jahre 1120. Nach dieser Burg nannte sich ein Zweig der Grafen von Schwalenberg ab 1180, nachdem Volkwin II. von Schwalenberg die Burg durch seine Heirat mit Luitgart, der Tochter des Grafen Poppo I. von Reichenbach und Hollende und Erbin von Waldeck, erworben hatte. Im Laufe der Geschichte gelang es diesem Geschlecht, ein kleines Herrschaftsgebiet in Nordhessen aufzubauen. Zunächst war Waldeck ein Lehen des Erzbistums Mainz. 1349 wurde die Grafschaft Reichslehen, kam jedoch 1431/38 unter die Lehnshoheit der Landgrafschaft Hessen und danach von Hessen-Kassel (Enstehung 1576). Mehrere Erbteilungen führten zum Entstehen verschiedener Linien und Nebenlinien, die aber 1692 durch die Linie Eisenberg wieder vereint wurde. 1625 gelangte durch Erbvertrag auch die Grafschaft Pyrmont an die Grafen von Waldeck, die sich fortan von Waldeck und Pyrmont nannten. Friedrich Anton Ulrich von Waldeck und Pyrmont wurde am 6. Januar 1712 von Kaiser Karl VI. in den erblichen Fürstenstand erhobeben und nannte sich seitdem Fürst von Waldeck und Pyrmont. Die Wirren an der Wende des 18. zum 19. Jahrhundert überstand das Fürstentum, wie auch eine kurzfristige Erbteilung 1806-1812, und trat 1815 dem Deutschen Bund bei. Ab 1868 wurde das Fürstentum von Preußen verwaltet, blieb aber nominell selbstständig. 1871 wurde Waldeck ein Bundesstaat des Deutschen Reiches. Nach Abdankung des Fürsten nach dem ersten Weltkrieg wurde Waldeck-Pyrmont ein Freistaat innerhalb der Weimarer Republik. 1879 heiratete die 20- jährige Prinzessin Emma von Waldeck-Pyrmont (Tochter von Fürst Georg Viktor) König Wilhelm III. der Niederlande und wurde damit zur Ahnin aller folgenden niederländischen Könige und Königinnen. Am 30. November 1921 wurde der Kreis Pyrmont nach einer Volksabstimmung abgetrennt und im Rahmen eines Staatsvertrags mit Preußen der preußischen Provinz Hannover zugeordnet und mit dem Landkreis Hameln zum Landkreis Hameln-Pyrmont vereinigt. Am 1. April 1929 wurde der verbleibende Freistaat Waldeck ebenfalls in Preußen eingegliedert und Teil der Provinz Hessen-Nassau.

Verwaltungsgliederung des Landes Waldeck: 1. Kreis der Eder (Bad Wildungen); 2. Kreis des Eisenbergs (Korbach); 3. Kreis der Twiste (Arolsen); 4. Kreis Pyrmont ab 1921 mit dem preußischem Kreis Hameln (Provinz Hannover) vereinigt. Nach dem Anschluss an die preußische Provinz Hessen-Nassau 1929 wurden die drei verbliebenen Kreise zunächst noch weiter geführt, aber dann 1942 zum Landkreis Waldeck mit Sitz in Korbach vereinigt. Im Zuge der hessischen Gebietsreform von 1974 wurde der Kreis mit dem benachbarten Kreis Frankenberg (Eder) zusammengeschlossen und im neuen Landkreis Waldeck-Frankenberg. Dabei wurde die Stadt Züschen aus ihrer jahrhundertealten Zugehörigkeit zu Waldeck herausgelöst und als Stadtteil der im Nachbarkreis liegenden Stadt Fritzlar eingegliedert.